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30 Jahre Aller-Hochwasser-Rallye lockte Paddler aus ganz Deutschland nach Verden
In Celle fiel der Startschuss um 6 Uhr in der Frühe, in Hodenhagen drei Stunden später. Das Ziel aller Paddler: Das Bootshaus des Wassersportvereins (WSV) am Dithmarsberg. Für viele war es ein langer beschwerlicher Weg. Die letzten Teilnehmer erreichten das Ziel erst in den Abendstunden.
Heute dürften nicht wenige Aktive des Verdener Wassersportvereins stehend k.o. sein. Schlaf war in den vergangenen Tagen Mangelware für das vielköpfige Organisationsteam, das mit der 30. Hochwasserrallye des Vereins betraut war. Die Traditionsveranstaltung ist nichts für zimperliche Natur. Denn wenngleich die Aller in diesem Jahr auch gutes Hochwasser führte und somit eine sehr gute Fließgeschwindigkeit hatte, mussten die teilnehmenden Paddler doch winderprobt und wasserfest sein. Stolze 428 Aktive aus 86 Vereinen aus dem ganzen Bundesgebiet und aus den Niederlanden hatten sich am Freitagnachmittag auf dem Vereinsgelände eingefunden. Viele davon mit Zelt und Wohnwagen, da sie auf dem Sportgelände des Domgymnasiums campen und die sanitären Anlagen der Sporthalle nutzen durften. Am Veranstaltungstag machten sich der Organisationsleiter Berthold Vanselow und Margot Marks als erste Vereinsmitglieder auf den Weg nach Celle, wo sie an der Aller die Nachmeldungen für die 112 km lange Strecke notierten. Um Schlag Sechs gingen dann die Härtesten – immerhin 57 an der Zahl auf die Strecke. Drei Stunden später folgte in Hodenhagen der Start einer ganz beachtlichen Bootsflotte, die 55 km bis zum Zielort Verden in Angriff nahm. Die Hochwasserrallye ist beliebt bei den Cracks im ganzen Land. Schließlich ist Paddeln ein Allroundsport und somit an keine Altersbegrenzung gebunden. Das bewahrheitet sich beim Blick in die Starterliste, schließlich sind 20% der Aktiven Paddler im Rentenalter, während der Jüngste Wassersportler mal eben sieben Lenze zählte. Aber wer nun glaubt, dass die Teilnahme an dieser Rallye sich auch für Ungeübte eignet, der irrt. Ohne sportliche Fitness, Ausdauer oder Durchhaltevermögen läuft rein gar nichts. Verbrachten doch die Paddler von Celle bis zu zehn- und von Hodenhagen bis zu sechs Stunden auf dem Wasser. Die ersten Teilnehmer im Zweierkajak erreichten das Bootshaus schon um 11:45 Uhr. Sie waren aber schon um kurz nach sieben Uhr in Hodenhagen gestartet. Eine sehr gute Zeit fuhr die Verdener Mannschaft Gisbert Kuling-Marks / Friedhelm Drewes mit genau vier Stunden, gefolgt von Corvin Sommer im Einerkajak mit 4 h 15 min. Auch die Langstreckenfahrer überzeugten mit sehr guten Zeiten. Der Braunschweiger Dirk Haselmeyer schaffte es in gut achteinhalb Stunden gefolgt von einer Mannschaft der Essener Faltbootfahrer und den Verdenern Jens Quade / Stefan Meyer in gerade mal neun Stunden. Für die Sicherheit zeichnete sich mit bewährter Manier die Verdener DLRG Gruppe verantwortlich. Außerdem half die Wasserschutzpolizei bei der Sicherung der Wasserstrecke.
Elke Genent Pressewartin
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